Aktivisten rufen im Web zum „Bankencrash 2.0″ auf

EU-Bürger werden aufgefordert, ihr gesamtes Geld am 7. Dezember von den Banken abzuheben

Drei Franzosen wollen das internationale Finanzsystem am 7. Dezember zusammenstürzen lassen. Mit der Aktion „StopBanque“ rufen sie zum „Bankencrash 2.0″ auf. Sie fordern EU-Bürger auf, am 7. Dezember ihr gesamtes Vermögen abzuheben, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).

Aufruf in 15 Ländern

Auf der Facebook-Seite heißt es seitens der Initiatoren Yann Sarfati, Arnaud Varnier, Geraldine Feuillien, dass man die Menschen wieder daran erinnern wolle wer im Finanzsystem eigentlich das Sagen habe. „Wir sind es, die die Banken kontrollieren, nicht umgekehrt“, so die Franzosen. Der Aufruf wurde in mehrere Sprachen übersetzt, um möglichst viele EU-Bürger anzusprechen. Mittlerweile wurden Bürgern in 15 Ländern über Facebook zum Bankencrashen aufgerufen.

Tausende Zusagen

Zu den Facebook-Veranstaltungseinladungen haben bereits Tausende Nutzer ihre Unterstützung zugesagt, obschon die Teilnahmefreudigkeit zwischen den einzelnen Ländern stark variiert. Auf der französischen Seite haben bis 8. November rund 9.500 Personen ihre Teilnahme zu- allerdings auch fast 35.000 Personen abgesagt. In Deutschland nehmen sich über 1.100 Personen vor mitzumachen. Über 2.400 Nutzer wollen das nicht. Über 5.400 Zusagen und 28.000 Absagen gibt es auch Italien.

Potentielle Chance

Ob die Aktion eine Chance hat, die Finanzmärkte am 7. Dezember tatsächlich merklich zu beeinflussen, darüber scheiden sich die Geister. Die FTD meint zwar, dass eine reelle Chance bestehe, doch angesichts der zahlreichen Absagen auf Facebook daraus wohl doch nichts werde. Klaus Abberger vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) meint gegenüber jetzt.de von der sueddeutschen, dass sich die Banken wohlmöglich darauf vorbereiten, dass am 7. Dezember mehr Menschen als sonst, ihr Erspartes abheben wollen. Gefährlich werde so ein „Bankrun“, wenn die Banken mehrstellige Millionenbeträge auf einen Schlag ausbezahlen müssten.

Quelle: derStandard

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